Personaleinsatzplanung

In vielen Unternehmen stellt der Faktor Arbeit einen der größten Kostentreiber dar, so z.B. im arbeitsintensiven Dienstleistungssektor. Um kostenseitige Wettbewerbsvorteile erschließen zu können, ist daher in solchen Unternehmen der effiziente Einsatz der Ressource Arbeit von zentraler Bedeutung. Aufgrund zunehmend deregulierter Arbeitsbedingungen gewinnt das Problem der Planung des Personaleinsatzes zusätzlich an Komplexität.

Die Personaleinsatzplanung beschäftigt sich mit zwei zentralen Problemen. Es müssen für die einzelnen Tage eines gegebenen Planungszeitraum eine Menge von Schichten zur Deckung des Personalbedarfs gefunden und im Anschluss für einzelne Mitarbeiter Schichtreihenfolgepläne ermittelt werden. Übliche Ziele bei der Ermittlung von Schichten sind die Minimierung der mit einer Schicht verknüpften Lohnzuschlagssätze bspw. für Spätschichten oder Wochenendarbeit unter Gewährleistung eines bestimmten Serviceniveaus. Bei der Generierung von Schichtreihenfolgen wird im allgemeinen eine Maximierung der individuellen Präferenzen der Mitarbeiter oder die faire Verteilung unattraktiver Schichten verfolgt. Die Planung muss unter Berücksichtigung gesetzlicher, tariflicher oder vertraglicher Restriktionen erfolgen, die z.B. die Schichtlängen, die Pausenzeiten oder die Anzahl und Lage von Arbeitstagen und freien Tagen betreffen.

Probleme der Personaleinsatzplanung zeichnen sich regelmäßig durch eine sehr große Anzahl zu berücksichtigender Entscheidungsvariablen, bspw. zur Beschreibung möglicher Schichtmuster oder Schichtreihenfolgemuster, aus. Zur Lösung solcher Probleme wird häufig die Methode der Spaltengenerierung verwendet, so z.B. beim Crew Scheduling in der Luftfahrtindustrie. Im Rahmen der Spaltengenerierung wird zunächst nur ein beschränktes Problem betrachtet, das nur einen Teil der möglichen Schichtreihenfolgemuster beinhaltet. Weitere Schichtreihenfolgemuster (und zugehörige Entscheidungsvariablen) werden nur dann erzeugt, wenn ihre Berücksichtigung zu einer Verbesserung der Lösung führt. Auf diese Weise kann ein solches Problem in einem iterativen Prozess gelöst werden, ohne jedoch a priori alle zulässigen Schichtreihenfolgemuster enumerieren zu müssen.

 

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