Lernen bei Interaktion und Einzelentscheidungen

Neben den Konzepten, die ein sofortiges Eintreten eines Gleichgewichts in ökonomischen Spielen postulieren, existieren verstärkt auch Konzepte, die ein Lernen der Teilnehmer zulassen. Besonders sind hier zu nennen: Weighted Fictious Play von Fudenberg/Levine (1998), Reinforcement Learning von Erev/Roth (1998) und Experience-Weighted Attraction (EWA) von Camerer/Ho (1999). Im Umfeld dieser Konzepte sind verschiedene Abschlussarbeiten möglich, die je nach Vorkenntnissen, Interesse und Art der Arbeit angepasst werden können. Mögliche Schwerpunkte könnten dabei sein:

-Vorstellung und Kritische Würdigung einzelner Konzepte (eher Bachelorniveau)

-Vergleich der Konzepte untereinander und mit dem Konzept des Quantal Response Equilibriums sowie empirischer Erklärungsgehalt der Konzepte (eher Masterniveau)

-Evolution des EWA-Ansatzes zur Self-Tuning Experience-Weighted Attraction und zur Sophisticated Experience-Weighted Attraction (ebenfalls eher Masterniveau).

-Übertragbarkeit der Konzepte auf Einzelentscheidungen (Bachelor- oder Masterarbeit).

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an christian.koester@tu-clausthal.de

Basisliteratur:

Camerer, Colin; Hua Ho, Teck (1999): Experience-weighted Attraction Learning in Normal Form Games. In: Econometrica 67 (4), S. 827–874. Online verfügbar unter http://authors.library.caltech.edu/22107/1/1468-0262.00054%5B1%5D.pdf

Erev, Ido; Roth, Alvin E. (1998): Predicting How People Play Games: Reinforcement Learning in Experimental Games with Unique, Mixed Strategy Equilibria. In: The American Economic Review 88 (4), S. 848–881. Online verfügbar unter www.jstor.org/stable/pdfplus/117009.pdf

Fudenberg, Drew; Levine, David K. (2009): Learning and Equilibrium. In: Annu. Rev. Econ. 1 (1), S. 385–420. Online verfügbar unter http://www.economics.harvard.edu/faculty/fudenberg/files/Learning%20and%20Equilibrium.pdf

 

 

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