Seminarankündigung WS 22/23

Die Abteilung bietet im kommenden Sommersemester ein Seminar zur Klimaökonomik an.

Spätestens durch die wöchentlichen Schulstreiks der „Fridays for Future“-Bewegung ist das Problem des von Menschen verursachten Klimawandels und dessen absehbare Folgen in das Bewusstsein der breiten Weltöffentlichkeit vorgedrungen. „How dare you“, rief die schwedische Initiatorin, Greta Thunberg, den globalen Eliten aus Politik und Wirtschaft auf der UN-Klimakonferenz in Kattowitz 2019 zu und forderte sie zum sofortigen Handeln auf.

Doch bereits seit Jahrzehnten haben sich Themen, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel und dessen Bekämpfung stehen, zu zentralen Gegenständen der Umweltökonomik entwickelt. Standardtheoretisch werden seit 1912 in der Tradition Arthur Pigous Umweltschäden als negative externe Effekte begriffen, die mit Wohlfahrtseinbußen einhergehen, doch deren Vermeidung ebenfalls Kosten verursacht. Stern (2007) bezeichnet den Klimawandel sogar als „greatest market failure the world has ever seen”. Aufgabe des Staates sei es also die Verursacher der Umweltschädigung durch Sanktionen und Anreizmechanismen zu umweltkonformen Verhalten zu bewegen.

Doch auf welche spezifischen Herausforderungen treffen Umweltökonomik und Umweltpolitik durch das Klimaproblem? Wie ist mit Risiko und Zeitdiskontierung umzugehen? Welche klimapolitischen Instrumente kommen infrage? Wie lässt sich die zur Bewältigung des Klimaproblems notwendige Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren gewährleisten? Diese und weitere Fragen sollen im Seminar anhand aktueller, einschlägiger wissenschaftlicher Literatur herausgearbeitet, kritisch hinterfragt und gemeinsam diskutiert werden.

Sprache: grundsätzlich deutsch
Kapazität: max. 12 Personen

Die Anmeldung erfolgt über das zentrale Anmeldeverfahren. Mehr Informationen zu Themen und Ablauf entnehmen Sie bitte dem PDF.